Wer sein Leben verändern und sein Potenzial erfahren möchte, muss lernen, Verantwortung für das zu übernehmen, was er tut und unterlässt. Angst steht dabei oft im Weg. Sie muss aber nicht bremsen: Richtig verstanden, liefert sie Energie. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie Angst als Antrieb nutzen, was die Forschung dazu sagt und welche Grundlagen Birol Isik in seinen Coachings vermittelt.
Warum Angst nicht automatisch ein Feind ist
Angst ist ein Schutzsystem. Sie macht aufmerksam, mobilisiert Körper und Kopf und bereitet auf Herausforderungen vor. Zum Problem wird sie, wenn sie dauerhaft Entscheidungen bestimmt und Sie am Handeln hindert. Birol Isik begleitet seit 2005 Menschen, die genau darin festhängen: Sie wissen, was sie tun möchten, und tun es nicht, weil die Angst lauter ist als der Wunsch.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht «Wie werde ich angstfrei?», sondern «Wie nutze ich die Energie der Angst?». Wer nichts ändert, bis die Angst verschwindet, wartet oft ein Leben lang.
Was die Forschung zur Umdeutung von Nervosität zeigt
Alison Wood Brooks von der Harvard University untersuchte, wie Menschen mit Aufregung vor Aufgaben wie einem Vortrag oder einem Gespräch mit der Chefin umgehen. Eine überwältigende Mehrheit glaubt, dass Beruhigen die beste Strategie ist. In mehreren Experimenten zeigte sich jedoch eine Alternative: Wer die ängstliche Erregung als Vorfreude umdeutet, fühlt sich aufgeregter und leistet besser als jemand, der versucht, sich zu beruhigen. Schon einfache Mittel wie der laut gesprochene Satz «Ich freue mich darauf» genügten (Brooks, 2013).
Das ist eine wichtige Erkenntnis für den Alltag: Herzklopfen und Anspannung sind körperlich fast identisch mit Vorfreude. Entscheidend ist die Bedeutung, die Sie ihnen geben. Das ist kein Trick, sondern eine Form von Selbstführung.
Die Voraussetzungen für nachhaltige Veränderung
Nachhaltige Veränderung gelingt nur, wenn Sie Entscheidungen aus tiefer Überzeugung treffen. Nichts verändert sich, bis sich die innere Haltung verändert. Birol Isik nennt dafür fünf Voraussetzungen und eine Grundlage:
- Selbstbewusstsein: Sie erkennen Ihre Fähigkeiten, Stärken und Interessen.
- Selbstvertrauen: Sie vertrauen darauf, mit Rückschlägen umgehen zu können.
- Glauben: Die Überzeugung, dass Veränderung möglich ist, setzt Kräfte frei.
- Wissen: Gemeint ist nützliches, geprüftes Wissen, nicht blosse Information.
- Umgang mit Ängsten und Sorgen: Sie lernen, beides gezielt zu betrachten und als Antrieb zu nutzen.
- Lebensenergie: Alles andere setzt voraus, dass Sie über genügend Energie verfügen und Ihre mentalen Prozesse optimiert sind.
Fünf Schritte, um Angst in Antrieb zu verwandeln
1. Die Angst genau benennen
Schreiben Sie auf, wovor Sie sich konkret fürchten. Aus «Ich habe Angst vor dem Neuanfang» wird zum Beispiel «Ich fürchte, kein Einkommen zu haben». Konkrete Ängste lassen sich prüfen und angehen.
2. Körpersignale umdeuten
Sagen Sie sich vor einer schwierigen Situation laut: «Ich bin aufgeregt, weil mir das wichtig ist.» Das entspricht dem Vorgehen aus der Harvard-Studie und lenkt die Energie auf die Aufgabe statt auf die Beruhigung.
3. Den kleinsten nächsten Schritt wählen
Zerlegen Sie die Herausforderung in einen Schritt, den Sie heute schaffen. Ein Anruf, eine Anmeldung, ein Entwurf. Handeln verkleinert Angst.
4. Energie aufbauen
Schlaf, Bewegung und Erholung bilden die Basis. Wer erschöpft ist, erlebt Angst stärker. Wie Sie Ruhe und Bewegung verbinden, lesen Sie im Beitrag Achtsamkeit.
5. Unterstützung suchen
Reden Sie mit Menschen, die Sie ermutigen. Vertiefend zeigt der Beitrag Angst, wie sich Ängste entwickeln und halten.
Wie Birol Isik Sie begleitet
In Coachings und Workshops vor Ort übt Birol Isik mit Ihnen, Ängste zu verstehen, Entscheidungen aus Überzeugung zu treffen und neue Schritte zu gehen. Passende Angebote: Mindset-Coaching, Resilienz-Coaching und Mental Training. Im Standortgespräch klären Sie unverbindlich Ihre Situation. Wichtig: Bei Panikattacken, anhaltender Angst oder Schlafstörungen gehört zuerst eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung dazu.
Fazit
Angst und Antrieb sind keine Gegensätze. Wer Verantwortung übernimmt, sich selbst kennt und Aufregung bewusst deutet, gewinnt Energie statt Blockade. Beginnen Sie mit einer konkreten Angst und dem kleinsten nächsten Schritt.
Quellen und Studien
Dieser Beitrag ruht auf zwei Fundamenten. Das erste ist die Praxis: Birol Isik begleitet seit 2005 Menschen und hat in über 21 Jahren mehr als 10’000 Menschen gecoacht, trainiert und beraten. Diese Erfahrung bildet die Grundlage seiner Coachings und Workshops vor Ort und ist in diesen Beitrag eingeflossen. Das zweite ist die Forschung: Die folgenden Studien von Universitäten und Hochschulen in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Grossbritannien und den USA stützen die Aussagen und stimmen mit den Erfahrungen aus der Praxis überein. Die Quellen öffnen in einem neuen Fenster.




