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Angst verstehen: Was im Gehirn passiert und wie Sie Angst nutzen

Angst aktiviert das Kampf-oder-Flucht-System und bereitet Körper und Gehirn auf Gefahr vor. Studien zeigen, dass Angst im Gehirn mit Amygdala und Hippocampus gelernt wird und dass die Umdeutung von Aufregung als Vorfreude die Leistung verbessern kann.

Birol Isik Birol IsikAktualisiert am 25.10.2026 · 2 Min. Lesezeit
Seit 2005Erfahrung als Coach und Mentor
DACHSchweiz, Deutschland, Österreich
1:1Persönliche Begleitung
Online & vor OrtFlexible Formate

Eine weit verbreitete Belastung unserer Zeit ist Angst: vor Krankheit, Geldsorgen, Verlust oder Zukunft. In über 21 Jahren Coaching mit mehr als 10'000 Menschen erlebt Birol Isik, dass Angst blockiert, Chancen verpassen lässt und die Gesundheit belastet, wenn sie anhält. Sie kann aber auch Antrieb sein.

Was im Kopf bei Angst passiert

Bei Angst aktiviert das Gehirn das Kampf-oder-Flucht-System. Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet, das Herz schlägt schneller, die Atmung beschleunigt, Muskeln werden durchblutet. Diese Programmierung sicherte unseren Vorfahren das Überleben. Heute reagiert sie auch auf Mails, Nachrichten und Zukunftssorgen.

Was die Forschung zeigt

Andreas Marschner und Kollegen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf untersuchten mit Bildgebung, wie Menschen Angst an Reize und Kontexte koppeln. Sie fanden unterschiedliche Rollen von Amygdala und Hippocampus beim Lernen von Angst auf Reize und auf Kontexte (Marschner et al., 2008). Angst wird also gelernt und ist damit grundsätzlich auch veränderbar.

Alison Wood Brooks von der Harvard University zeigte, dass die Umdeutung ängstlicher Erregung als Vorfreude die Leistung steigert (Brooks, 2013). Vertiefend im Beitrag Angst als Antrieb nutzen.

Angst als Druckmittel oder als Antrieb

Angst wird auch eingesetzt, um Verhalten zu steuern, etwa durch Schlagzeilen, Werbung oder Gruppendruck. Wer das erkennt, gewinnt Abstand. Hilfreich sind Informationsauswahl und Ruhe, siehe So schützen Sie Ihre mentale Gesundheit.

Fünf Schritte im Umgang mit Angst

  • Benennen: Was genau befürchten Sie?
  • Körper beruhigen oder umdeuten: Atmung, Bewegung, Vorfreude.
  • Fakten prüfen: Wie wahrscheinlich ist es?
  • Kleinen Schritt gehen: Handeln verkleinert Angst.
  • Hilfe holen: Gespräch, Coaching oder Therapie.

Wie Birol Isik Sie begleitet

In Coachings und Workshops vor Ort begleitet Birol Isik Sie persönlich. Passende Angebote: Mindset-Coaching, Resilienz-Coaching und Mental Training. Im Standortgespräch klären Sie unverbindlich Ihr Anliegen.

Bei Panikattacken oder anhaltender Angst klären Sie bitte zuerst ärztlich ab.

Fazit

Angst ist ein Signal. Wer sie versteht, kann sie nutzen, statt von ihr gelenkt zu werden.

Quellen und Studien

Dieser Beitrag ruht auf zwei Fundamenten. Das erste ist die Praxis: Birol Isik begleitet seit 2005 Menschen und hat in über 21 Jahren mehr als 10’000 Menschen gecoacht, trainiert und beraten. Diese Erfahrung bildet die Grundlage seiner Coachings und Workshops vor Ort und ist in diesen Beitrag eingeflossen. Das zweite ist die Forschung: Die folgenden Studien von Universitäten und Hochschulen in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Grossbritannien und den USA stützen die Aussagen und stimmen mit den Erfahrungen aus der Praxis überein. Die Quellen öffnen in einem neuen Fenster.

Marschner, Kalisch, Vervliet und Kollegen (2008)
Dissociable Roles for the Hippocampus and the Amygdala in Human Cued versus Context Fear Conditioning Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Journal of Neuroscience. Bildgebung zeigte unterschiedliche Rollen von Hippocampus und Amygdala beim Lernen von Angst auf Reize und auf Kontexte beim Menschen. Zur Studie
Brooks (2013)
Get excited: Reappraising pre-performance anxiety as excitement Harvard University. Journal of Experimental Psychology: General. Wer Angst als Aufregung deutete, fühlte sich aufgeregter und leistete besser als jene, die sich beruhigen wollten. Zur Studie
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Wenn Sie das Thema persönlich vertiefen möchten, begleitet Birol Isik Sie auf diesen Wegen.

Persönlich

Resilienz, Mindset und Führung

  • Einzelcoaching mit Birol Isik
  • Vor Ort und online
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Mentale Gesundheit im Unternehmen

  • Workshops und Seminare
  • Früherkennung
  • Führung und Kultur
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Häufige Fragen.

Die wichtigsten Antworten zu diesem Thema, kurz und verständlich.

Was passiert im Gehirn bei Angst?
Das Kampf-oder-Flucht-System wird aktiviert, Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet.
Ist Angst schlecht?
Nein. Sie schützt und mobilisiert Energie, wird aber bei Dauerbelastung zum Problem.
Wie wird Angst gelernt?
Amygdala und Hippocampus spielen beim Lernen von Angst auf Reize und Kontexte unterschiedliche Rollen (Marschner et al., 2008).
Kann man Angst verlernen?
Gelernte Angst ist grundsätzlich veränderbar. Wirksam sind Übung und schrittweise Erfahrung.
Hilft Umdeuten von Aufregung?
Ja. Harvard-Forschung fand bessere Leistung bei Umdeutung als Vorfreude (Brooks, 2013).
Warum rast das Herz bei Angst?
Der Körper bereitet sich auf Flucht oder Kampf vor.
Was bewirkt dauerhafte Angst?
Sie kann Schlaf, Konzentration und Gesundheit belasten.
Wovor haben Menschen häufig Angst?
Vor Krankheit, finanziellen Problemen, Verlust und Zukunft.
Wie blockiert Angst?
Sie verringert Selbstvertrauen und lässt Chancen unbemerkt verstreichen.
Wie wird Angst als Druckmittel eingesetzt?
Etwa durch bedrohliche Schlagzeilen oder Gruppendruck. Bewusste Informationsauswahl schützt.
Was hilft akut?
Langsame Atmung, Bewegung und Benennen der Angst.
Wann brauche ich Hilfe?
Bei Panikattacken, anhaltender Angst oder Schlafstörungen sollten Sie ärztlich abklären.
Hilft Achtsamkeit?
Sie schafft Abstand zu Gedanken. Siehe Beitrag Achtsamkeit.
Wie unterscheiden sich Angst und Sorge?
Angst bezieht sich oft auf akute Bedrohung, Sorge auf Zukünftiges.
Hilft Coaching?
Bei Alltagsängsten ja, bei Angststörungen ist Therapie nötig.
Wie baue ich Mut auf?
Durch kleine Schritte und gesammelte Erfahrungen.
Welche Rolle spielt Schlaf?
Wer müde ist, erlebt Angst stärker.
Wie läuft ein Standortgespräch ab?
Sie schildern Ihre Situation, Birol Isik ordnet ein und zeigt Wege auf. Das Gespräch ist unverbindlich.
Ersetzt Coaching eine Therapie?
Nein. Bei Erkrankungen gehört zuerst eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung dazu.
Seit wann begleitet Birol Isik Menschen?
Seit 2005, mit mehr als 10'000 begleiteten Menschen in über 21 Jahren.
Persönliche Beratung

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