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Entscheidungen treffen: Neun Faktoren für bessere Entscheidungen

Die Qualität Ihrer Entscheidungen hängt von neun Faktoren ab: Weltbild, Glaubenssätze, Werte, Wissen, Vision, Umfeld, Gefühle, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Studien aus Grossbritannien und den USA zeigen, dass Selbstwirksamkeit und emotionale Kompetenz Entscheidungen erleichtern.

Birol Isik Birol IsikAktualisiert am 25.10.2026 · 4 Min. Lesezeit
Seit 2005Erfahrung als Coach und Mentor
DACHSchweiz, Deutschland, Österreich
1:1Persönliche Begleitung
Online & vor OrtFlexible Formate

Entscheidungen zu treffen ist nicht immer einfach, besonders nach schlechten Erfahrungen wie Enttäuschungen oder Veränderungen. Dennoch muss sich jeder Mensch täglich entscheiden, denn darauf baut sich das Leben auf. Erfolgreiche Menschen zeichnet aus, dass sie rasch und überzeugt entscheiden. Dieser Beitrag zeigt, wovon die Qualität Ihrer Entscheidungen abhängt und wie Sie sie verbessern.

Podcast: Entscheidungen treffenVideo · ca. 8 Min.
Worum geht es in diesem Video?

Birol Isik erklärt im Podcast, dass man sich nicht «nicht entscheiden» kann: In jedem Moment wird bewusst oder unbewusst entschieden. Wer unbewusst entscheidet, wird leicht zum Opfer von Gewohnheiten und äusseren Einflüssen wie Werbung.

  • Jeder Moment ist eine Entscheidung, bewusst oder unbewusst.
  • Unbewusste Entscheidungen folgen oft alten Mustern und äusseren Einflüssen.
  • Tägliche Reflexion hilft, Entscheidungen bewusster und in Ruhe zu treffen.

Wovon hängt die Qualität einer Entscheidung ab?

Birol Isik hat in über 21 Jahren Coaching mit mehr als 10'000 Menschen neun Einflussfaktoren beobachtet, die über die Qualität von Entscheidungen bestimmen:

  • Weltbild: die Brille, durch die Sie Situationen deuten
  • Glaubenssätze: innere Überzeugungen über sich und die Welt
  • Werte: was Ihnen wirklich wichtig ist
  • Wissen: Informationen, auf die Sie sich stützen
  • Vision: ein Bild davon, wohin Sie möchten
  • Umfeld: Menschen, die Ihre Entscheidungen beeinflussen
  • Gefühle: Angst, Zuversicht, Druck oder Neugier
  • Selbstbewusstsein: das Wissen um Stärken, Fähigkeiten und Interessen
  • Selbstvertrauen: das Vertrauen, mit den Folgen umgehen zu können

Wer einen dieser Faktoren verändert, verändert seine Entscheidungen. Die Liste dient deshalb auch als Checkliste: Wo stehen Sie bei jedem Faktor?

Warum fällt Entscheiden manchen Menschen schwer?

Ein ängstlich erzogener Mensch entscheidet nicht gerne, weil er in allem eine Gefahr sieht. Sein Selbstvertrauen ist oft niedrig, deshalb riskiert er wenig. Er setzt sich keine Ziele und schwimmt mit der Masse mit. Die Folge ist ein monotones Leben, in dem Antrieb verloren geht. Wer nie mutig handelt, erfährt auch nie, wozu er fähig gewesen wäre.

Das Fundament dafür legen häufig Umfeld und Erziehung, die Vorsicht höher bewerten als Mut. Die gute Nachricht: Diese Muster sind erlernt und lassen sich verändern. Mehr zu den Hintergründen der Angst lesen Sie im Beitrag Angst.

Was die Forschung über Entscheidungen sagt

Selbstwirksamkeit stützt das Entscheiden. Teri Hepler und Deborah Feltz von der Michigan State University untersuchten, wie Menschen in Entscheidungssituationen im Sport vorgehen. In ihren Versuchen nutzten die Teilnehmenden in 70 Prozent der Durchgänge die Strategie, die zuerst eingefallene Option zu wählen. Frühe Optionen waren besser als späte, und die Studie stützt einen Zusammenhang zwischen Selbstwirksamkeit und dieser Strategie (Hepler und Feltz, 2012). Für den Alltag bedeutet das: Wer sich Entscheidungen zutraut, vertraut oft auch seinen ersten guten Einfällen.

Emotionale Kompetenz hilft bei Berufsentscheidungen. Eine Untersuchung der University of Nottingham mit 472 Studierenden zeigte, dass höhere emotionale Intelligenz mit weniger Schwierigkeiten bei Berufsentscheidungen verbunden ist. Dieser Zusammenhang lief weitgehend über die Zuversicht in die eigene Entscheidungsfähigkeit (Santos et al., 2018). Gefühle zu verstehen und zu nutzen, erleichtert also das Entscheiden, statt es zu behindern.

Beide Arbeiten beschreiben Zusammenhänge, keine Garantien. Sie passen aber zu dem, was Birol Isik in der Praxis erlebt: Wer sich selbst kennt und sich vertraut, entscheidet klarer.

Fünf Schritte zu besseren Entscheidungen

1. Entscheidung klar benennen

Formulieren Sie in einem Satz, worüber Sie entscheiden. Unklare Fragen erzeugen unklare Antworten.

2. Werte und Vision prüfen

Fragen Sie sich

Welcher Wert ist hier berührt, und welche Option bringt Sie Ihrer Vision näher? Entscheidungen im Einklang mit Werten halten länger.

3. Wissen sammeln, aber begrenzen

Setzen Sie sich eine Frist für die Recherche. Zu viele Informationen lähmen. Meist genügen zwei bis drei verlässliche Quellen und ein Gespräch mit jemandem, der Erfahrung hat.

4. Gefühle ernst nehmen, nicht gehorchen

Angst ist eine Information, kein Befehl. Fragen Sie: Was befürchten Sie konkret, und wie wahrscheinlich ist es? Wie Sie Angst als Antrieb nutzen, zeigt der Beitrag Angst als Antrieb nutzen.

5. Entscheiden und handeln

Setzen Sie die Entscheidung mit einem ersten kleinen Schritt um, am besten noch am selben Tag. Handeln erzeugt Rückmeldung, und Rückmeldung verbessert die nächste Entscheidung. Eine Entscheidung ist kein Urteil über Ihre Person, sondern ein Schritt auf dem Weg.

Selbstvertrauen und Selbst­bewusstsein aufbauen

Zwei der neun Faktoren lassen sich besonders gut trainieren. Selbstbewusstsein wächst, wenn Sie Ihre Stärken, Fähigkeiten und Interessen kennen und regelmässig reflektieren. Selbstvertrauen wächst durch Erfahrung: Jede bewältigte Entscheidung, auch eine kleine, ist ein Beleg. Vertiefend finden Sie dazu den Beitrag Selbstvertrauen und den Lexikoneintrag Selbstwirksamkeit.

Wie Birol Isik Sie bei Entscheidungen begleitet

In Coachings und Workshops vor Ort arbeitet Birol Isik mit den neun Faktoren: Gemeinsam klären Sie Weltbild, Glaubenssätze und Werte und üben, Entscheidungen konkret umzusetzen. Mehr dazu auf den Seiten Mindset-Coaching und Persönlichkeitsentwicklung. Im Standortgespräch klären Sie unverbindlich, ob die Zusammenarbeit zu Ihrer Situation passt.

Fazit

Gute Entscheidungen entstehen nicht aus Zufall, sondern aus Klarheit über sich selbst und Mut zum ersten Schritt. Prüfen Sie die neun Faktoren, entscheiden Sie in fünf Schritten und stärken Sie Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Das Video oben vertieft das Thema im Gespräch.

Quellen und Studien

Dieser Beitrag ruht auf zwei Fundamenten. Das erste ist die Praxis: Birol Isik begleitet seit 2005 Menschen und hat in über 21 Jahren mehr als 10’000 Menschen gecoacht, trainiert und beraten. Diese Erfahrung bildet die Grundlage seiner Coachings und Workshops vor Ort und ist in diesen Beitrag eingeflossen. Das zweite ist die Forschung: Die folgenden Studien von Universitäten und Hochschulen in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Grossbritannien und den USA stützen die Aussagen und stimmen mit den Erfahrungen aus der Praxis überein. Die Quellen öffnen in einem neuen Fenster.

Hepler und Feltz (2012)
Take the first heuristic, self-efficacy, and decision-making in sport Michigan State University. Journal of Experimental Psychology: Applied. Teilnehmende nutzten in 70 Prozent der Durchgänge die zuerst generierte Option. Frühe Optionen waren besser als spätere, und Selbstwirksamkeit hing mit dieser Strategie zusammen. Zur Studie
Santos, Wang und Lewis (2018)
Emotional intelligence and career decision-making difficulties: The mediating role of career decision self-efficacy University of Nottingham. Journal of Vocational Behavior. 472 Studierende: Höhere emotionale Intelligenz hing mit weniger Entscheidungsschwierigkeiten zusammen, vermittelt über die Zuversicht in die eigene Entscheidungsfähigkeit. Zur Studie
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Wenn Sie das Thema persönlich vertiefen möchten, begleitet Birol Isik Sie auf diesen Wegen.

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Häufige Fragen.

Die wichtigsten Antworten zu diesem Thema, kurz und verständlich.

Wie treffe ich bessere Entscheidungen?
Benennen Sie die Entscheidung klar, prüfen Sie Werte und Vision, sammeln Sie begrenzt Wissen, nehmen Sie Gefühle ernst und setzen Sie den ersten Schritt rasch um.
Welche Faktoren beeinflussen Entscheidungen?
Weltbild, Glaubenssätze, Werte, Wissen, Vision, Umfeld, Gefühle, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen.
Warum fällt mir Entscheiden schwer?
Häufig durch Angst vor Fehlern, niedriges Selbstvertrauen, ein vorsichtiges Umfeld oder frühere Enttäuschungen. Diese Muster sind erlernt und veränderbar.
Was bedeutet Selbstbewusstsein bei Entscheidungen?
Das Wissen um die eigenen Stärken, Fähigkeiten und Interessen. Wer sich kennt, kann Optionen besser bewerten.
Was ist der Unterschied zwischen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen?
Selbstbewusstsein heisst, sich selbst zu kennen. Selbstvertrauen heisst, sich zuzutrauen, mit den Folgen umzugehen.
Helfen Gefühle oder stören sie beim Entscheiden?
Sie helfen, wenn man sie versteht. Eine Studie der University of Nottingham fand, dass emotionale Intelligenz mit weniger Entscheidungsschwierigkeiten verbunden ist (Santos et al., 2018).
Soll ich der ersten Idee folgen?
Eine Studie der Michigan State University fand, dass frühe Optionen im Sport oft besser waren als späte und dass dies mit Selbstwirksamkeit zusammenhing (Hepler und Feltz, 2012). Für wichtige Entscheidungen lohnt sich zusätzlich ein Faktencheck.
Wie vermeide ich Überforderung durch zu viele Optionen?
Setzen Sie eine Frist, begrenzen Sie die Quellen auf zwei bis drei und wählen Sie nach Ihren Werten.
Was tun bei Angst vor falschen Entscheidungen?
Fragen Sie, was genau Sie befürchten und wie wahrscheinlich es ist. Wählen Sie einen kleinen, umkehrbaren ersten Schritt.
Wie wirkt sich das Umfeld auf meine Entscheidungen aus?
Menschen um Sie herum prägen Ihr Weltbild und Ihre Risikobereitschaft. Suchen Sie Rat bei Menschen mit Erfahrung und Mut.
Was sind Glaubenssätze?
Innere Überzeugungen über sich und die Welt, zum Beispiel «Ich schaffe das nicht». Sie lenken Entscheidungen oft unbemerkt.
Wie finde ich meine Werte?
Fragen Sie sich, wofür Sie auch bei Gegenwind einstehen würden und was Sie am Ende Ihres Lebens bedauern würden.
Warum ist eine Vision wichtig für Entscheidungen?
Eine Vision gibt Richtung. Ohne sie bleiben Entscheidungen kurzfristig und reaktiv.
Wie lange sollte ich für eine Entscheidung brauchen?
Kleine Entscheidungen Minuten, mittlere Tage, grosse Wochen. Wichtig ist eine feste Frist.
Kann man Entscheiden lernen?
Ja. Es ist eine Fähigkeit, die durch Reflexion, Übung und Rückmeldung wächst.
Wie baue ich Selbstvertrauen auf?
Durch kleine, erreichbare Schritte, Erfolgsbelege, Reflexion und ein ermutigendes Umfeld.
Was hat Entscheiden mit Antrieb zu tun?
Wer nicht entscheidet, verliert Antrieb. Wer entscheidet und handelt, erlebt Wirksamkeit und gewinnt Energie.
Hilft Coaching bei Entscheidungen?
Ja. Im Coaching klären Sie Faktoren wie Werte und Glaubenssätze und üben die Umsetzung.
Wie läuft ein Standortgespräch ab?
Sie schildern Situation und Ziel, Birol Isik ordnet ein und zeigt Wege auf. Das Gespräch ist unverbindlich.
Wer ist Birol Isik?
Coach und Mentor, der seit 2005 mehr als 10'000 Menschen begleitet, trainiert und beraten hat.
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